Boobstagram…

 und der Kampf gegen Brustkrebs.

Letzte Woche kursierte, passend zum Kauf von Instagram durch Facebook (für 1 Mrd. US-Dollar!) der stets ironisch Kommentierte Link zu Boobstagram. 

Zugegeben: eigentlich wollte ich auch aufspringen und mit Boobstagram nur „mal wieder“ ein wenig sexyness ins Blog bringen. Auf der Suche nach den Inhabern des Urheberrechts (fragt nicht!) hab ich mich dann mal an den Menupunkt „Porqui?“ rangewagt!

Ihr könnt Euch denken, dass ich sehr überrascht war, als ich feststellen musste das hinter diesem Projekt mehr als bloß „lustiges Titten angucken“ steckt!

(Copyright by Boobstagram and their photographers)

Es ist zum Frösche melken das die verdammten Franzosen sich selbst im Internet weigern endlich mal eine Sprache zu verwenden die man auch verstehen (oder lesen) kann. Aber Google hat ja für so unfrankophile Menschen wie mich auch ein Tool in petto.

Die Übersetzung ist nicht perfekt, aber ich glaube man versteht worum es wirklich geht.

Der Kampf gegen den Brustkrebs ist langwierig, aber Fortschritte im Vergleich zu anderen Krankheiten, sie scheinen langsam, trotz der riesigen Ressourcen, finanzielle und personelle Ressourcen, die die Menschheit verbringt.

In Frankreich ist es rund 10% der Ausgaben im Gesundheitswesen auf, die jedes Jahr 350.000 Menschen betroffen sind und fast 150.000 sterben wird.

Brustkrebs ist eine der bedrohlichsten. Jedes Jahr fast 50.000 Frauen diagnostiziert, knapp 11.000 sterben wird? Das ist fast das Dreifache der Zahl der Verkehrstoten, 14-mal die Sterblichkeit von AIDS.
Wir können nicht alle Chirurgen oder Onkologen. Aber wir können alle nehmen unseren Anteil an Prävention, für uns selbst, für unsere Lieben und andere.

Aber wie? Wie man in der Öffentlichkeit mit Nachrichten gesättigt gehört zu werden?
Wie stellt man die Fallgrube des Moralismus vermeiden? Wie ein beliebtes Kommunikation während harmoniert immer perfekt mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen? Und wie zu versuchen, eine spielerische verhindern, wenn die meisten Vorurteile auf dem Weg der Angst sind?

Es ist bescheiden, wird zu Boobstagram suchen, sich auf die Eigenverantwortung von jedem von den neuesten technologischen Werkzeugen der Masse.

Es geht also nicht darum, sich mit einem witzigen Suchfilter beim Instragram-Stream zu bedienen und damit zu profilieren.

(Copyright by Boobstagram and their photographers)

Es geht darum, seine Brüste nicht bloß im Internet umher zu zeigen, sondern darum diese auch seinem Arzt regelmäßig vorzuführen!

Denn:

  • Brustkrebs mit 32% die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland ist. (Jede 8-10 Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens daran!)
  • Das sind ca. 72.000 Neuerkranken jedes Jahr in Deutschland.
  • Brustkrebs ist in „der westlichen Welt“ die häufigste Todesursache bei Frauen zwischen 30 und 60 Jahren. 
  • Im Jahr 2006 starben 17.286 Frauen an Brustkrebs.
    (Quelle für die Zahlen: wikipedia.de)

8.539 Menschen „gefällt“ Boobstagram auf Facebook. Ich befürchte die meisten haben nach dem ersten Blick genausowenig wie ich verstanden worum es geht!😦

Gute Aktion, aber wer versteht sie?

Eine schöne virale Aktion welche immerhin über 8.000 Menschen dazu gebracht hat „gefällt mir“ zu klicken, ich vermute also 2-3 Mal so viele die sich dies nicht getraut haben… und die wenigsten erfahren überhaupt was dahinter steckt?

Bei geeksisters wird die Frage gestellt, ob das Ziel der Aktion, auf Brustkrebs aufmerksam zu machen verfehlt wurde.

Ich würde sagen: ja!

Hier wird jede Menge Aufmerksamkeit verspielt!

Brustkrebs interessiert nicht bloß Franzosen. 
-> übersetzt die Site ins Englische!

Wer auf der Seite landet, amüsiert sich über die Brüste. Teilt die Seite wegen der Titten. Macht seine Späße darüber und klopft sich auf die Schenkel…
…aber denkt nicht an Brustkrebs-Prävention!

Es sollte aufmerksamkeitsstärker als eine unauffällige Subline sein. 

(Urheber: Cadeli)

-> macht einen großen rosafarbenden Störer auf die Site.
-> sagt den Frauen (und ihren Männern) was zu tun ist.
-> Verwendet doch minimal das Pink Ribbon auf Boobstagram!

Als Webdesigner, würde ich empfehlen einen erklärenden Footer unter die Site zu stellen. Eine direkte Auflösung, Links zu Hilfsorganisationen, ein Call-to-Action wie wir Werber sagen, dazu sich untersuchen zu lassen!

Es ist so wichtig!

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Bei meiner Recherche hab ich bei den Österreichischen Nachbarn eine Broschüre im PDF-Format mit dem Thema „Vorsorge und Früherkennung“ entdeckt, diese könnt ihr hier anschauen.

Zudem gibt es weitere Infos beim amerikanischen Original pinkribbon.com oder auch auf dem Deutschen Ableger pinkribbon-deutschland.de.

Medizinischer wird es dann bei „Unser Körper – unser Leben“ und bei „Wissen hilft weiter“.

Und sehr ausführlich, aber zu empfehlen der Wikipedia-Eintrag zum Thema Brustkrebs.

Eine Antwort zu “Boobstagram…

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