Meine Google Reader Alternative(n).

google-reader-gone

(Google-Reader-Icon: © Google.com)

Das der Google Reader ab dem 1. Juli 2013 eingestellt wird, sollte mittlerweile jeder entweder dank der Medien oder beim einloggen mitbekommen haben. Ob das nun gut, schlecht, nachvollziehbar oder eine totale Katastrophe ist will ich an dieser Stelle mal gar nicht bewerten. Das haben vor mir schon andere getan, gebt einfach mal Google Reader bei der Google Suche ein und ihr werdet da fündig.

Ich hab mich heute damit beschäftigt, wohin ich denn meine Feeds ziehen sollte und wie ich die Daten überhaupt dorthin bekomme. Doch fangen wir an mit dem wohin…

Meine Google Reader Alternative(n)

Ich persönlich steh total auf Multidevice-Lösungen, also auf Apps welche ich auf iPhone, iPad und Macbook parallel nutzen kann. Welche gleich aussehen und idealerweise sich untereinander abgleichen, sodass ich niemals eine Aktion zweimal durchführen oder etwas doppelt lesen oder auch als gelesen markieren muss! Eine durchdachte Usability und natürlich auch ein schickes Design sind weitere Punkte welche mir wichtig sind. Ein Feedreader aufm Mac der nach Windows 98 aussieht tut ja nicht Not!

Auf meinem privaten Mac habe ich bereits seit Ewigkeiten NetNewswire  installiert, benutze es aber einfach nicht! Ich kann gar nicht so genau sagen warum, ist einfach so. Wenn war ich immer auf dem Google Reader im Web.

Auf dem iPhone benutze ich diverse Feedreader. Während Flipboard, eine wunderbar designte Spielerei ist, welche sich bei mir im täglichen Einsatz aufgrund der Vielzahl an Feeds (welche ich aussortiere und nicht lese) nie etabliert hat – so ist mein Sekundär-Feedreader Pulse seitdem es ihn gibt regelmäßig im Betrieb. Erfüllt eigentlich alle Anforderungen Multidevice, richtig gutes Design und ein wunderbares User Interface! Doch aufm iPhone waren mir die Bilder meist zu klein. Auf dem Desktop gab es das lange Zeit nicht. Und irgendwie hab ich in Pulse immer nur so „Zweitfeeds“ abonniert. Ich hab nie meinen Google Reader syncronisiert sondern über das gut funktionierende Empfehlungssystem immer mal neue meist englischsprachige Blogs gelesen.

Meinen Reader auf dem iPhone hab ich schon sehr lange mit Feeds gefunden – gehabt. In Sachen Design und Usability war das nicht wirklich toll. Feeds war soweit ich erinnere einer der ersten Verfügbaren Feedreader mit damals auch noch deutlich besseren Kritiken. Schon vor einiger Zeit führte das zu meinem letzten Wechsel.

Feedly

Exif_JPEG_PICTURE

(iPhone: ©Apple GmbH, App-Design: ©Feedly.com)

Als mir Feeds also visuell so richtig auf den Geist ging, machte ich mich auf die Suche nach einer Alternative. Und meine heutige Suche nach einer generellen Reader-Alternative bestätigte meine vorherige Entscheidung!

The web is filled with knowledge, creativity and inspiration. We build feedly to help curious minds consume their digital world, connect the dots and spark great conversations.

Bei meiner Suche stolperte ich über Feedly – einen wirklich hübschen Feedreader für sowohl iPhone als auch iPad. Beim Design gefiel mir besonders der Flipboard-ähnliche Wechsel zwischen Listenansicht und Highlight-Artikel. Auch das swipen zwischen den Feeds gestaltet sich als wunderbar. Ein swipe zum scrollen und wenn der Artikel endet oder in der Listenansicht verwendet die App einen Flip. Das ist lecker – genau wie der Rest des Designs.

Mein Tipp, unbedingt unter Settings das Theme auf „Night“ ändern. Auf dunkel wirkt das ganze noch mal knackiger (und lässt sich auch angenehmer Nachts under der Bettdecke lesen, Psst!).

Heute suchte ich also nach einer Desktop-Alternative mit Migration des (noch) bestehenden Kontos und kam wieder einmal zu Feedly. Und „oh Freude“ Feedly arbeitet an der „automatischen Datenübernahme“ des bestehenden Google Accounts!! Alles total easy – so wie wir das alle lieben. Heute via Chrome Erweiterung installieren, mit Google Credentials einloggen und ab dem 1.7.2013 soll alles ganz von alleine übernommen worden sein. Der Hammer!

3.000.000 Google Reader User sollen bereits gewechselt haben, ich bin einer davon und sehr sehr glücklich (auf iPhone und iPad). Seit heute dann komplett auch im Web und ich muss sagen mein erster Eindruck ist sehr positiv!

Sehr schön übersichtlich. Tolle Startseite. Nette Widgets am rechten Rand, nur das Design der Kategorieübersicht vermisse ich doch etwas. Aber vielleicht kommt das ja noch?

Exif_JPEG_PICTURE

(Alle Devices: © Apple GmbH, Alle Apps: © Feedly.com)

Ansonsten: Twitter-share, Facebook-share, Pocket (was mir Superwichtig ist!), eine CC-E-Mail-Adresse kann hinterlegt werden, Instapaper und sogar Euer Bit.ly-Konto wird eingebettet und entsprechend könnt ihr später schauen wie die Zugriffe auf Eure Shares waren. Toll. Toll. Toll.

Ich bin froh, dass Thema nun einmal gelöst zu haben. Ich werde Feeds nun vom iOS löschen und dafür Pulse auf dem Mac noch eine Chance als Zweit-Feedreader geben – vielleicht schafft das Tool den Sprung ja noch auf meine Nummer Eins.

Google Reader Datenexport

Wie bereits beschrieben, braucht z.B. Feedly „angeblich“ keinen Export um unsere Google Reader Daten zu übernehmen, trotzdem finde ich es ganz gut diese zu sichern. Wer weiß was am Ende mit der Migration alles passiert.

Wie immer und überall: Safety First.
Also Daten sichern!

google_Reader_einstellungenGoogle macht einem das ganze denkbar einfach. Einfach in Euren Reader einloggen und rechts oben das Einstellungen-Icon und darin den Unterpunkt „Google Reader Einstellungen“ auswählen.

google_Reader_export

Danach den Reiter „Import/Export“ wählen und dann in zweiter Reihe „Daten exportieren“ den Hyperlink klicken.

google_Reader_final

Nun berechnet Google Eure RSS-Feeds und erstellt eine Datei zum Export.
Wenn 100% beisammen sind, könnt ihr das Archiv erstellen.

google_Reader_takeover

(Alle verwendeten Screenshots: © Google.com)

2 Antworten zu “Meine Google Reader Alternative(n).

  1. hab jetzt schon häufiger gelesen, dass feedly „die“alternative ist.. werds mal auf n versuch ankommen lassen. wehe, das ist nicht cool;-)
    am liebsten wäre mir allerdings wirklich, weiterhin google reader zu verwenden!

  2. Pingback: Nur.ich | andré sternberg

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s