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Music was my first love.

Musik begleitet mich den ganzen Tag. Sobald ich morgens das Haus verlasse setze ich mir die Kopfhörer auf oder schliesse mein iPhone am Autoradio an. Spotify ist seit Deutschlandstart vor etwas mehr als einem Jahr mein ständiger Begleiter. Davor war es viele Jahre lang iTunes in Zusammenarbeit mit Napster (legal).

musikhoeren

Bei Musik erreiche ich die maximale Konzentration.

Bei der Arbeit höre ich dann weiter. Am liebsten über Kopfhörer, dann kann ich genau das hören was gerade zu meiner Stimmung passt und so laut wie ich es brauche. Und seitdem ich meine über alles geliebten BOSE Quite Noise 3 Kopfhörer habe ist das deutlich leiser als früher (die Aussenwelt wird technisch wegreguliert!). Manchmal tun es auch die Bürolautsprecher, aber dort mag ich es am liebsten ruhig und auch nicht so laut. Freitags ist bei uns #FunkyFriday da wird dann gerne mal ne Playlist laut angemacht, oder natürlich Abends zu Beginn der Nachtschicht, wenn der Energiepegel Richtung Sofa tendiert, aber kreative Höchstleistungen bringen soll. Da ist es eine angenehme Ablenkung sich, abwechselnd „derbe Songs“ vorzuspielen oder auch einfach nur Rage Against The Machine laut aufzudrehen!

Natürlich kann ich gerade bedingt durch Meetings, Absprachen und natürlich auch um mitzubekommen was so um mich herum passiert nicht den ganzen Tag die Kopfhörer aufhaben… leider. Aber immer dann wenn ich mich voll konzentrieren muss, wenn ein Termin drängt oder ich etwas ganz neues entwickeln muss, dann höre ich meine Musik.

Musik wähle ich immer nach Stimmung bzw. Intensität.

Zu iTunes-Zeiten habe ich sehr viel mit den Genres gearbeitet. Ich hatte ganz klare Klassifizierungen, welche mir Hauptsächlich dafür dienten die Musik passend zu meinen Stimmungen zu sortieren. Rockmusik hatte bei mir mindestens drei Härte-Stufen: Alternative, Rock  und Heavy.  Während Hip-Hop und Hip-Hop Deutsch getrennt waren, da ich hier nie gemischt hab. Elektro und Dance trennte die Tanzbarkeit bzw. die Intensität (Air war in Elektro zu finden, während z.B. Underworld ganz klar zu Dance gehörte). Natürlich gab es noch diverse Kategorien, Pop, Klassik, Jazz und ganz viele Genres die schlecht zu mischen sind. Das ging soweit, dass J.B.O. ein eigenes Genre bei mir war. Die „Verteidiger des Blödsinns“ wollte ich nu gewiss nicht in der Metal-Playlist wieder finden!🙂

Am Ende läuft es immer darauf hinaus wie viel Intensität ich gerade brauche. Erledige ich eine Fleissaufgabe brauch ich eher etwas beruhigendes, dahinplätscherndes doch wenn ich ein Keyvisual entwickel, oder einer Präsentation den letzten Schliff gebe, eine Dramaturgie dafür entwickel dann brauch ich etwas mit Drive!

An ein paar Lieder erinnere ich mich ganz extrem, diese tauchten dann meist in einer Nachtschicht auf und rissen mich mit Ihrer Genialität regelrecht aus der Arbeit heraus! Knights of Cydonia war so ein Song welchen ich mitten in der Nacht das erste Mal auf einem amerikanischen Webradio entdeckt und gefeiert habe! Plötzlich kocht das Hirn! Der Song hat ja von Anfang an einen immensen Antrieb aber ich erinnere mich noch wie bei mir bei 4:13 alle Sicherungen durchgegangen sind. Episch!

Ich beschäftige mich mit dieser ganzen Thematik eigentlich nur aus dem Grunde, da ich heute einen sehr guten, passenden und gut erklärten Artikel über die Produktivität beim hören von Musik entdeckt habe.

Listen while you work: The magic of music and what it does to your productivity.

Dort wurde mein subjektives Gefühl bestätigt, dass ich produktiver bin wenn ich Musik höre! Das ich mich besser konzentrieren kann, mich wenn es sein muss pushen oder beruhigen kann. Musik ist wie eine Droge sie kickt mich oder bringt mich runter.

Aber Vorsicht! Musik macht ebenfalls abhängig!

In dem Artikel beschreibt Mikael Cho sehr exakt und scheinbar medizinisch fundiert was in unserem Gehirn ausgelöst wird wenn wir Musik hören. Wo die Unterschiede liegen und verweist auf Ergebnisse aus Studien und Experimenten.

Silence is golden. Sometimes.

Ich wurde schon sehr häufig gefragt, wie ich überhaupt arbeiten kann mit Musik auf den Ohren mir fällt aber auf, dass diese Frage meist – und das ist jetzt nicht despektierlich gemeint – von unkreativ arbeitenden Personen gestellt wurde.

Und ich glaube hier liegt ein ganz großer Unterschied, dass beschreibt auch Mikael Cho in seinem Beitrag: Wer etwas neues lernt oder etwas sehr komplexes macht, sollte auf die Musik verzichten. Auch ich mach bei sehr schwierigen Aufgaben die Musik aus. Häufig wenn ich schreibe, egal ob eine Headline, ein Konzept oder ein Fotobriefing, gerade auf Englisch oder unter extremen Zeitdruck – da brauche ich Ruhe damit sich die Echos in meinem Kopf nicht in der Musik verlieren.

Am Ende ist alles immer subjektiv, besonders bei der Musik.
Kopfhörer sind super, da stört man niemanden mit dem eigenen schlechten Musikgeschmack und vor allem nicht all jene die sich „anders konzentrieren“.
Ich lad jetzt meine Hörer auf und freu mich schon auf die Arbeit morgen, es gibt derzeit so viele neue Alben…

… und bis dahin höre ich sogar Nachts im Traum ganz oft Musik, manchmal grausam mit einem wirklich aufdringlichen Ohrwurm der mich dann die ganze Nacht quält und sogar nach dem zwischenzeitlichen aufwachen sogar zurück kommt, ganz oft hör ich aber auch echt gutes Zeug wenn ich schlafe.

Music Was My First Love könnte ein Lebensmotto von mir sein.

Kleiner Funfact zu meiner Person.

Eines der meistgehörten Alben in meinem Leben dürfte „Master of Puppets“ von Metallica sein, dieses hatte ich auf Kassette und habe es Jahrelang jede Nacht auf Autoreply gehört und höre es heute immer noch sehr gerne! Da das Album die 60 Minuten nicht vollgemacht hat, hab ich meinen Lieblingseinschlafsong „ORION“ als erstes raufgepackt, am Ende war er ja ohnehin schon fast. 

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