Todesliste

Wer bei dem (provozierenden) Titel des verlinkten Beitrags, so wie ich an Marsimoto denken muss liegt falsch.

excitingcommerce:
Die erste Todesliste für den stationären Einzelhandel

Hier geht es (eigentlich) nicht um HipHop (oder Rap?) – das vermische ich jetzt erst – sondern um eine ganz spannende Betrachtung der Wirtschaftswoche zum Einzelhandel! Leider kann man den Beitrag der WiWo nicht ernsthaft (und schnell) konsumieren, geschweige denn empfehlen zu lesen, da dort alle Ergebnisse in so eine verdammte Click-through-Bilderstrecke verpackt wurden um möglichst viele PI (Pageimpressions) zu generieren, um viiieeel Geld zu verdienen!😦

excitingcommerce macht das ganz schlau und bereitet den (fremden) Content der WiWo so ansprechend auf, dass ich diese Liste dort gerne empfehlen möchte (auch wenn auf der Seite wiederum viel zu viele Banner blinken – aber irgendwie müssen halt alle ihr Geld verdienen). Dort zu sehen „Die bedrohtesten Händler Deutschlands“ als eine Top 30-Liste.“

Interessant das die Top 5 dann gleich 2x Spielzeug-, 2x Elektronik- und 1x Sportgeschäfte beinhaltet. Das ganze wird dann in der Top 10 noch durch 3x Buchhändler (sowie wieder Sport) ergänzt.

Einzig „Das Depot“ als Einrichtungsgeschäft wundert mich etwas auf Platz 8. Denn gerade die Branchen Spielzeug, Elektro und Buch kann ich sehr gut nachvollziehen, dass man diese Dinge weder anfassen noch ausprobieren muss. Hier sind Bewertungen und Preis viel relevanter. In der Regel sollte auch die Lieferzeit keine Rolle spielen – ich bestelle einfach rechtzeitig online (und habe einen schnellen Versand, z.B. AmazonPrime!).

Bei Sport, tja, könnte man mal anprobieren wollen so ein paar neue Schuhe oder eine neue Sporthose. Bei Badesachen und Laufklamotten würde ich wohl aber auch eher den heimischen Spiegel vorziehen. Sicherlich sind hier die Gewohnheiten aus dem Kataloggeschäft der 90er und 200er in Kombination mit neuen Angeboten wie Zalando prägend und begünstigen das Kaufverhalten hier zu Gunsten von Onlineshops.

Womit wir dann beim Depot sind. Möbel werden „noch“ nicht so stark online gekauft – aber die Zahlen steigen! Das Depot hat aber auch sehr viel Dekoration und Inspiration, wovon ich annehmen würde das ich diese Dinge eher beim „bummeln“ Live im Laden erleben und einkaufen möchte. IKEA (ich will nur „mal eben“ Teelichter kaufen) taucht ja auch nicht in der Liste auf! Dafür aber Butlers.

Wundert mich, wie gesagt! Würde ich von meinem heutigen Kenntnisstand in Frage stellen wollen, bzw. bei diesen Händlern kann ich mir noch am ehesten vorstellen, dass die Kundschaft mit durchdachten CRM-Ketten, regionaler Ansprache durch digitale und analoge Werbekampagnen und natürlich mit der Wunderwaffe Nr. 1 „gutem Personal“ (=Freundlichkeit + Service) zu begeistern (und zu halten) wäre!

Auf jeden Fall sehr lesenswerte Liste!

Hier geht es zur Übersicht bei excitingcommerce

Und hier zur Bildergalerie der Wirtschaftswoche

Und die passende Musik dazu gibt es dann hier. Und damit bekomm ich dann auch den „konstruierten Bogen“ zum HipHop wieder (irgendwie) hin!

Zur Not waren dies eben meine „50 Cent“ (HIPHOP!!) zum Einzelhandel.🙂

 

(via Christian S./UDG United Digital Group)

3 Antworten zu “Todesliste

  1. Noch ein kleiner Nachtrag zur Todesliste von Marsimoto – für alle die jetzt anfangen sich über den Track aufzuregen… lies das (auch noch)!

    http://www.chrizblog.de/marteria-die-bedeutung-der-todesliste/

  2. Was ich bemerkenswert finde ist die Tatsache, dass auf der Todesliste kein LEH-Vertreter enthalten ist. Habe ich da eine Eingrenzung überlesen? Ist das Segment tatsächlich noch in sicheren Gewässern? Oder herrscht da nicht eher trügerische Ruhe?

  3. Interessanter Gedanke Sven, aber ich glaub beim LEH tatsächlich noch an die „trügerische Ruhe“.

    Das Angebot wächst zwar seit Jahren, aber ich glaube gerade beim Essen wird „die Mehrheit“ noch etwas Zeit brauchen um dieses so konsequent Online zu erwerben. Ich denke aber auch das die Discounter & Co. bedingt durch ein ständig sinkendes Einkaufserlebnis (vergleich hier zum Wochenmarkt!) in Sachen Frische und Regionalität kombiniert mit weiteren Gammelfleischskandalen, Einsparungen, Überwachungen und unmotivierten Mitarbeitern fröhlich Nagel um Nagel in Ihren eigenen Sarg kloppen!

    Amazon hat kürzlich ein nettes kleines Tool namens Amazon Dash für die USA präsentiert.
    Wenn es so etwas von Amazon oder einem Wettbewerber in DE gibt, dann gibt es bestimmt auch neue LEH-Kandidaten auf der Todesliste!

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