Authentische Echtzeitkommunikation für Marken: Meerkat auf Twitter.

Twitter hat ein neues Spielzeug.
Ich habe ein neues Spielzeug.

Und ich bin begeistert aufgrund des kreativen Potentials, denn Meerkat kann für die Markenkommunikation noch viel mehr sein!

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Zuerst: Es handelt sich um eine App für Apple iOS und heißt #Meerkat.

Diese ermöglicht Echtzeitstreaming in und via Twitter! Das ganze ist einfach und schnell. Leider etwas Zeitverzögert.

Die erste Regel von Meerkat besagt:

Everything that happens on meerkat happens on Twitter.
(„The Rules of Meerkat“)

Das bedeutet Meerkat versteht sich als eine Erweiterung, nicht als eigener Social Media Kanal. Und als solche Erweiterung funktioniert das ziemlich geil!

Einfach installieren, anmelden, Text für den Tweet eingeben und auf Stream tappen. Und schon können alle in Twitter auf den Link klicken, sich kurz autorisieren und sehen den livestream. Easy-to-use!

Wer dann einmal angemeldet ist, findet eine eigene Freundesliste, welche sich selbstständig füllt sobald sich weitere Twitterer welchen mal folgt anmelden. Diese Funktion scheint aber Twitter nicht zu gefallen und wird/wurde deaktiviert. Siehe den Heise-Artikel:

„Twitter bremst Video-App Meerkat aus“

Dort kann man dann auch lesen:

Was für ein Zufall: Twitter kappte am Freitag eine wichtige Funktion in der Live-Video-App Meerkat. Fast zeitgleich bestätigte der Nachrichtendienst die Übernahme des Meerkat-Konkurrenten Periscope.
(Heise-Artikel vom 14.03.2015)

Wie unfreundlich und wie unerfreulich!

Meerkat ist ideal für
„echte“ Markenkommunikation

IMG_0187-1Wollen wir einmal auf den Grund gehen, warum und wofür ist Meerkat super ist. Dafür bemühe ich einmal die sehr plakativen „Rules of Meerkat“.

Streams will be pushed to followers in real time via push notifications.

Meerkat easy to use!
App installieren und loslegen. Alles was man braucht sind Follower bei Twitter! Aber die haben vorausschauende Marken ja in den letzten Jahren ohnehin schon angesammelt (ausserhalb von Deutschland).

People can only watch it live.
No reruns.

Jedwede Kommunikation über Meerkat ist Live.
Eine Erstaustrahlung und ein Unikat zugleich. Das macht den Content gleich irgendwie wertvoller. Wenn z.B. ein Sportschuhhersteller ankündigt um 16 Uhr „seinen Superstar“ mit Meerkat zu zeigen, so kann ich diesen Moment nur dann miterleben. Was gesagt und gezeigt wird ist mir nur um 16 Uhr zugänglich.
So gelangt etwas, in Zeiten von gestreamten Serien, PayperView-Sendern, BluRays und Festplattenrekordern in Vergessenheit geratenes wieder in Mode: Pünktlichkeit und ein Ausstrahlungszeitpunkt.

Meines Erachtens für Meerkat ein entscheidender Punkt: man möchte halt lieber zu einem Zeitpunkt viele User zu einer Community verbinden, als über den ganzen Tag verteilt Content für je 1 User zur Zeit produzieren zu müssen.

Watchers can restream any stream
to their followers in real time.

Das restreaming ermöglicht der Community sich zu multiplizieren.
Phänomene wie die Tatort-Tweets, Tweets zu #GNTM oder dem Dschungelcamp zeigen, das die Community zum selben Zeitpunkt viel besser funktioniert. Alle sind alleine und doch dank Twitter vereint.
Egal ob TV-Formate oder Großevents wie #SuperBowlXLIX und Oscar-Verleihung (spannende Visualisierung unter dem Link!), es ist immer dann am meisten los, wenn alle ein gemeinsames Thema haben. Meerkat bietet genau das was TV-Sender krampfhaft versuchen in Ihre Programme zu integrieren, SecondScreen-Erlebnisse. Nur in diesem Fall genügt dafür auch ein Screen. Und damit möglichst viele dabei sein können, wird restreamt.

Scheduled streams will be distributed in
the community by their subscribers.

Sehr sinnvoll für die Kommunikation: eine Vorankündigung.
Egal ob der Stream in 3 Minuten oder in 3 Stunden startet, es macht Sinn frühzeitig darauf hinzuweisen und somit Users die Zeit zu geben, sich Zeit zu nehmen.

Your own streams can be kept locally on
your phone, but never on the cloud.

Ein Stream ist dann doch nicht so ganz einmalig und für immer weg.
Eine Archiv-Funktion ermöglicht es die eigenen Streams aufzubewahren und gibt somit auch die Möglichkeit Content zu erschaffen und zu sammeln. Natürlich steht einer Veröffentlichung so nichts mehr im Wege. Aber wie ich schon sagte, ich glaube daran, dass der Content stärker ist, wenn er vorerst exklusiv einmalig ausgestrahlt wird.

Everyone can watch on web.

Jeder (der bei Twitter ist) kann den Stream sehen und darauf reagieren.
Das ist für Deutschland jetzt nicht so ein großes Versprechen, für einige Zielgruppen aber durchaus vielversprechend. Worum es aber geht, dass man alle seine Follower damit erreicht. Jeder kann per einfachster Authentifizierung daran teilnehmen und den Stream sehen. Wer den Stream sieht kann auch aktiv teilnehmen und Fragend oder Aufgaben stellen. Und die Inhalte kommen super authentisch und ungeschönt live (mit leichter Zeit-Verzögerung) über den Stream. Keine Glossy-Produktionen, keine zweiten und dritten Takes. Aber eben auch nicht die Anforderung dort tausende von Euros rein zu investieren! Der User erwartet es nicht (es spricht sicherlich nichts dagegen, dass iPhone evtl. mit einer externen Lichtquelle auszustatten und vorher einmal die glänzende Stirn abzuwischen.🙂

Aus kleinen Dingen
etwas großes machen.

Ich finde Meerkat toll. Gerade für Marken, welche einen ehrlichen Einblick in Ihre Markenwelt gewähren können und wollen ist dies ein toller Kanal. Auch für Twitter macht in meinen Augen Meerkat sehr viel Sinn. Gerade im Entwicklungsland Deutschland kann man Marken durch Echtzeitstreaming Twitter schmackhaft machen.

Bildschirmfoto 2015-03-14 um 18.28.50Ob es nun der Livestream von einem Vortrag bei der SociaMediaWeek ist, ein Blick in die Kabine des HSV (okay, dass macht mehr Spaß wenn eine Mannschaft mal gewonnen hat / aber genau dafür ist der HSV bereits bei Meerkat angemeldet!), eine Führung durch die Agentur (Raphael Brinkert von JvM Sports z.B. nutzte seinen ersten Stream zu einer coolen Führung durch die Agentur inkl. Vorstellung einiger Mitarbeiter) oder ein Unternehmen z.B. eine Q&A-Session mit seinen Followern veranstaltet und dieses live streamt.

Alles spannende Möglichkeiten welche durch die Kraft der Community, durch die Möglichkeit per Tweet zu interagieren und die Einmaligkeit des Zeitpunkts, aus „kleinen Events“ „große Erlebnisse“ machen können.

Weitere Infos zu Meerkat:

BrainCandy hat dazu ein „60 Second Demo“ produziert:

Die Kolumne bei t3n:

Meerkat: Die App, die Twitter für immer verändern könnte

Und auch bei Buzzfeed:

Twitter Chokes Off Meerkat’s Access To Its Social Network

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