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The story of my life!

Manchmal werde ich ja (auch nach all den Jahren) noch gefragt was ich eigentlich jeden Tag in der Agentur so treibe, warum ich meist so viel Zeit dort verbringe. Ob man bunte Bilder und tolle Ideen nicht einfach so ganz schnell haben kann usw.

Diese kleine Film zeigt erdrückend realistisch mit welcher Art Herausforderung wir „Experts“ teilweise zu kämpfen haben…

Natürlich ist das jetzt eine rein satirische Aufbereitung. Solche Kunden habe ich natürlich nicht! 🙂

Nach „Mad“ kommt „Crazy“?

Nachdem ich ja zugegebener Weise mit „Mad Men“ nix anfangen kann, muss ich sagen das ich auf Robin Williams als Agenturchef und SMG als seiner Tochter durchaus etwas anfangen könnte!

Der „First Look“ macht (mir) auf jeden Fall Bock auf mehr!

Werbergeschichten – Teil 1.

Ich hab die letzten Tage über mein Homeoffice etwas aufgeräumt, Mode-Magazine, Design-Kataloge, HTML-4.0-und-Flash-Bücher, Papierstapel und Belegexemplare aus 16 Jahren Werbung entsorgt. Die „Jahrbücher“ vom DDP, ADC und BFF sind auch schon im Container. (Weg mit den analogen Altlasten!) Und ich hab Staub gesaugt. Und meine Kenwood-Stereoanlage (so eine richtige Mehrkomponentenanlage aus den 90ern mit Verstärker und so!) anstelle des Druckers hingestellt – die ist nun via iPad mit Spotify direkt verbunden. Richtig guter Sound für ein Büro in welchem ich kaum bin. The Strokes zuckeln ihre Gitarrenparts fleissig rauf und runter – richtig gutes Album!

Nele spielt mit Ihrer Freundin Charlotta und ich sitze an meinem weißen großen und endlich einmal (fast) leeren Schreibtisch – und da kommt Facebook mit einer wunderbaren Ablenkung daher. Erst hab ich ne neue Tierpark-Website kritisiert und dann an einem wahnsinnig doofen Facebook-Gewinnspiel-Live-Auktion teilgenommen… und dann: BÄMM!

Immer auf Messers Schneide.

Ich selbst bin glaub ich eher der fleissige Normalo-Werber. Nicht so der extrovertierte Creative-FickR oder die kreischende „so-kann-ich-nicht-arbeiten“-Diva. Aber kennen tu ich sie ALLE! Teilweise mit Ihnen gearbeitet, einige kennt man dann so über sein „Network“ und überall tauchen die unterschiedlichsten Kreativen Charaktere wieder auf: am liebsten in Werbergeschichten.

Ich liebe Werbergeschichten. Ich bin ja selbst so ein Vollblutwerber. Ich find meinen Job einfach Klasse. Fand ich schon immer. Und man erlebt ja auch so einiges… schöne Dinge, tolle Erfolge, vernichtende Rückschläge, verrückte Sachen. Dies, das! Die tägliche Herausforderung sich etwas auszudenken und die dann meist noch größere Herausforderung dies mit zu wenig Budget, viel zu wenig Zeit und einigen hinterhältigen Einschränkungen des Kunden umzusetzen. Toll! Verrückt ich weiß…

Deshalb lese ich auch so gerne „Werbergeschichten“. Diese zeigen mir das bei uns doch alles ganz normal läuft! In den Geschichten ist es sogar immer schlimmer! Und immer wieder findet man so unendlich viele wahre Puzzleteile. Hier eine Kleinigkeit, dort eine andere, mal etwas menschliches, häufig kommunkative Abläufe (z.B. Eskalationsmails mit GF in CC) und ganz oft diese typischen Agentur-Stereotype: Eames-Chairs hier, viel schlimmer die besch**** Artemide Tolomeo Schreibtischlampen da und ich befürchte ja das ich in meinem Agenturleben auch keine Agentur mehr ohne diese verdammten ALCATEL-Telefonanlagen finden werde (die müssen in den 90ern mal alle Agenturinhaber auf ner Kaffeefahrt erst besoffen gemacht und dann zum Kauf der Systeme gezwungen haben! Aber das nur so eingeschoben…).

Damit eine Geschichte dabei unterhaltsam bleibt wird sie natürlich extrem überspitzt. Was bei uns an Anekdoten in 6 Monaten zusammenkommt füllt in einem Roman gerade mal 3 Seiten. Also muss verdichtet und übertrieben werden. Immer auf Messers Schneide, immer am Abgrund und gerne mal darüber hinaus.

BÄMM! 

Zurück zur Facebook-Ablenkung: Jahrbücher, Werbergeschichten und auf Messers Schneide sind die Schlagworte, die eigentlich ganz gut zu „Der unabgeschlossene Roman“ von Jan Hertel überleiten. Entdeckt durch mehrmaliges teilen in meiner Timeline muss es „wohl gut sein“ und das ist es!

Die Horizont schreibt als Intro in Ihren Artikel vom 27.0.3:

Ein Werber startet auf Facebook einen fiktiven Fortsetzungsroman – es geht um Werbung, Liebe, Kriminalität. Doch vor allem ist Der unabgeschlossene Roman ein Experiment.
Denn was zunächst als kleiner Scherz am Rande gedacht war, hat sich mittlerweile zu einem mehr als 50 Episoden umfassenden Komplex samt eigener Homepage entwickelt.

Ich habe nun während die Strokes den perfekten Soundtrack dazu liefern, gebannt auf meinen Rechner gestarrt und die ersten 20 Kapitel gelesen.
Es fängt geil an:

01

Er betrat das Haus, nicht ohne sich zu vergewissern, ob ihn jemand beobachtete. Valerie saß im Wohnzimmer am geöffneten Fenster. Ihr Blick war leer, als sie ihn bemerkte.
“Wie war dein Tag?” fragte sie ihn, ohne ihn dabei anzusehen. Sein Blick folgte ihrem, hinaus durchs Fenster in den Garten. Dort brannte es. Er ging näher, um zu sehen, was dort in Flammen aufging. Er erstarrte. Es waren seine ADC Jahresbücher. Ein letztes Mal, ein allerletztes Mal fragte er sie: “Sag mal, Valerie, hackt’s?”

Und ich kann Euch sagen das es in kurzen knackigen und wirklich gut geschriebenen Episoden so weitergeht. Amüsant, bekannt, übertrieben, nachvollziehbar und total durchgeknallt – gut!

Und Kapitel 20 endet dann bei Egg-Chairs, weil dem Protagonisten auch schon aufgefallen ist, dass es zu viele Eames-Chairs in Werbeagenturen gibt und zitiert dann auch gleich die wunderschöne Farbe „Elephant

Begonnen wurde der Roman auf Facebook, bekam dann eine eigene Fansite und lässt sich am einfachsten auf der Microsite lesen:

derunabgeschlosseneroman.de

Ab jetzt verfolge ich das auf dem iPad weiter, da sieht die Story auch gut lesbar aus, leider nur in „falscher Reihenfolge“ immer das neueste Kapitel zuerst. Naja, scrolle ich mich halt von unten nach oben durch oder clicke mich von Kapitel zu Kapitel.

Weiter so @Jan Hertel! Ich bin mir sicher das eine rasant wachsende Zahl von Werber/innen und Nicht-Werber/innen an deinen Worten kleben. Das macht Spa. Das begeistert. Schreib weiter so!

Und weil ich noch ein paar andere Werbergeschichten kenne, welche ich immer wieder gerne empfehle ist dies „Teil 1“.

to be continued…

Go the extramile!

Dieses Bild sollte in jeder guten Werbeagentur hängen! Ist doch häufig diese letzte Meile genau der entscheidende Unterschied zwischen gut und besser!

Evtl. ein bisschen klein… aber in 50x50cm wäre das schon reizvoll!

In 5×5 Inch gibts das ganze auf jeden Fall hier für ca. 12$ bei ETSY zu bestellen. Verantwortlich für diese tolle Arbeit ist Susan Ball (Mark my Words). Ob „Überall sonst“ aber wirklich auch den Versand nach Old Europe beeinhaltet kann ich nicht sagen!

Einblick in eine Werbeagentur.

Schöne ironische Infografik über die Anatomie in einer Werbeagentur… witzig gemacht. Vorsicht: kann Spuren von Wahrheit enthalten! 🙂 

 

The following infographic was a joint collaboration between Grip’s own Julia Morra andTrevor Gourley.

(via Big Orange Slide)

Wie viel Design darf es sein?

True.

Eine sehr wahre Grafik der Verhältnismäßigkeiten von Kundenanforderungen gegenüber grafischen Arbeiten. Die Antworten sind dabei so wunderbar sarkastisch.

Ich muss erwähnen, dass eine wirklich gute Werbeagentur natürlich auch mit solchen Widrigkeiten wie „Impossible Utopia“ zurecht kommt. Das sind dann meist sehr spezielle Aufträge, Herzensangelegenheiten, Gold- oder Non-Profit-Projekte.

Aber das geht eben nicht jeden Tag und bei jedem Auftrag, wie es heutzutage jeder noch so langweilige und abstimmungskomplizierte Kunde einfordert.

2 years of life.


Als ich im Frühsommer 2008 meinen auf zwei Jahre begrenzten Vertrag bei dpole unterschrieb, dachte ich noch das wäre ja egal, verlängert sich dann ja sowieso… das wir allerdings in 2009 allerfeinst in eine Krise schlitterten, deren Erschütterungen auch noch in 2010 zu spühren sind, wusste ich ja nicht.

Es war ja schon untrügliches Indiz dafür was mich erwartet, als ich meinen ersten Arbeitstag an einem Sonntag (!) hatte! Und so freue ich mich darüber das der 1. Juni 2010 ein Wochentag ist und ich heute meinen zweiten Jahrestag und meine unbegrenzte Vertragsverlängerung bei dpole feiern kann!

Zwei Jahre, 3 Büros, täglich tolle Ausblicke, Schiffe, festgefroren, groß und klein, diverse tolle (teilweise irre!)  Team-Kolleg(innen), Sitztänze, geile Tage, lange Nächte, tolle Präsentationen, gewonnene Pitche, schwierige Kunden, viele Herausforderungen, ein paar Rückschläge – aber immer ganz viel Spaß dabei & ein tolles Team, Otto (Off- und Online) u.a. OTTO Mea und zuletzt das OTTO eiTouch (Augmented Reality), sheego (Off- und Online) u.a. das Fashion-Update, Maprom, Ruville, DAK, Alice und Chrysler EMEA, zudem diverse Living Magazine-Projekte (Teilweise Demos) für Siemens, Haspa, dpole, etc. und immer wieder Sushi & Lakritze – dies lässt sich noch ziemlich lange fortführen.

Es ist wie so oft, an einigen Tagen kommt es einem ewig vor und dann sind da andere Tage wie heute, wo ich feststellen muss das die zwei Jahre wie im Fluge vergangen sind! Ich fühle mich wohl und freue mich hier an der Elbe ein neues Agenturzuhause gefunden zu haben!


Und wenn ich heute Abend dazu komme, füge ich hier evtl. noch ein paar tolle Schiffsfotos mit ein, ich hatte ja stets einen tollen Ausblick direkt auf die Elbe. Da ist das ein oder andere Foto bei herausgekommen… 🙂

UPDATE: Hier nun ein paar Ausblicke aus dem 6.OG der Großen Elbstrasse 39.