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Der analoge MINI Onlinebanner-Fail.

Oder: Da will man einmal die BUSINESS PUNK (geiles Magazine!) auf Papier lesen, solange die iPad-Version herum spinnt und Probleme macht, da scheitert man nach einer halben Seite an einer unwitzigen und schlecht produzierten Werbung!

Haha, MINI Banner

Das aktuelle Business Punk Heft liegt schlecht in der Hand.

Ich wunderte mich warum und fand schnell den Störenfried. Eine „total kreative“ zusammengeklebte Kartondoppelseite mit einer selbsterklärenden Headline (wie das bei genialen Werbeideen so üblich ist!): „Das erste analoge Onlinebanner“ steht da drauf! (Erste Botschaft)

Eine Werbung von MINI für,
ja für was eigentlich?

Ah ja, „Gokart Feeling pur“ (Zweite Botschaft). Ein typisches ganz alltägliches Onlinebanner-Thema also! Und dann noch „In Hausschuhen zum Traumjob“ (Dritte Botschaft). WTF?

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Ich will mich jetzt gar nicht aufregen, nur so viel.

  • die Seite ist kaum biegsam, stört also immens beim lesen!
  • sie ist nicht perforiert muss also vor dem Lesegenus mit einer Schere entfernt werden.
  • das Onlinebanner wird durch einen Drehmechanismus (wie man ihn aus Kinderbüchern kennt) betätigt.
  • dieser Drehmechanismuss ist leider zudem kaputt, keine Ahnung womit das fixiert wurde – es scheint nicht zu halten = nicht drehbar (das klappt in Kinderbüchern deutlich besser!)
  • der Bund wurde nicht berücksichtigt, was doof aussieht und unprofessionell ist.
  • die ONLINE-Anmutung wurde total fancy durch einen hässlichen Scrollbalken visualisiert – das sieht aus als wenn das ein reiner Offliner gelayoutet hat, wenn da nicht dieser Fauxpas mit dem Bund wäre!
  • Diese 3 Botschaften machen aus einer handwerklich schlecht umgesetzten Anzeige eine echt be***scheidene Idee da eh niemand den Text lesen wird und von den 3 Headlines überhaupt nicht abgeholt wird!

„NOT NOR MAL“

(Vierte Botschaft!) steht da auch noch drauf neben einem total zeitgemäßen QR-Code (welchen ich jetzt mal wie die meisten Leser ignorieren werde). Und ich glaube das ist die vierte erste Botschaft welche zutrifft.
Normal ist das nicht! 

Da bin ich echt deutlich bessere MINI-Werbung gewöhnt.
Und in dieser Publikation, mit dieser spitzen Zielgruppe erwarte ich da auch deutlich mehr!

Also liebe Business Punk, lasst Euch nicht für ein wenig Werbegeld jeden Mist aufschwatzen! Weniger ist mehr und wenn dann wenigstens so umsetzen lassen, dass sich das Heft noch vernünftig blättern, lesen und halten lässt!

Und nun? Schere frei würd ich sagen!

Der Superbowl-Kindle.

Sonntag Abend grassierte die News bei Twitter. Affiliate-Links ohne Ende: Amazon verkauft seinen Kindle für 59,- anstelle der sonst üblichen 79€.

Rückblick: zwei Wochen zuvor.

Auf einer meiner derzeit unzähligen Fahrten zwischen Hamburg und Berlin, bzw. in diesem Fall auf dem Rückweg aus Berlin, erzählte mir mein Kollege das er gerade „Er ist wieder da“ auf dem iPhone lesen würde.

Etwas auf das ich, obwohl ich mich als Heavy-iPhone-User bezeichnen würde, derzeit noch nicht gekommen bin. Klar lese ich alles Mögliche aufm iPhone, aber ein Buch? Wäre mir nie in den Sinn gekommen. Auf dem iPad lese ich alle paar Monate die neuste Ausgabe der Business Punk und ein paar News & Magazin-Apps. Aber auch hier sind Bücher bisher Mangelware.

Also, hab ich in den iBook-Store geschaut und sie an, einer der vergriffenen Fantasieromane welche ich regelmäßig lese gab es dort für „nur“ 7,99€! Ein Schnapper wenn man weiß, dass diese Taschenbücher auch gerne mal für >Orginalpreis bei eBay gehandelt werden… also fing ich an mein erstes Buch auf dem iPhone zu lesen.

Nun war mein Interesse geweckt.

Davon profitierte jetzt vorerst aber einmal Amazon und nicht Apple. Denn das iPad ist mir Abends zu groß um im Bett noch zu lesen. Das iPhone5 aber irgendwie auch wieder nicht groß genug. iPad Mini muss noch auf sich warten lassen, also warum nicht da Angebot nutzen.

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Mag vielleicht daran liegen, dass ich nicht die richtigen Bücher da habe. Ein Kochbuch (gab es Weihnachten bei amazon.de geschenkt) und irgendwoher habe ich noch einen anderen Roman in meiner Bibliothek. Aber irgendwie nichts was ich wirklich lesen wollen würde. 😦

Ein Buchgutschein wäre wohl ein richtig gute Marketingidee gewesen. Den wer erstmal ein Buch gelesen hat, wird sich wohl dran gewöhnen.

Ein paar Eindrücke meines Tests.

Die Größe ist ziemlich gut. Im Landscape-Modus sind das ca. 2,5 iPhone 5 nebeneinander. Die Haptik ist okay. Es ist leicht und wirkt stabil. Die Rückseite ist gummiert und das ganze Gerät liegt gut in einer Hand. Der Knopf zum weiterblättern ist gut mit dem Daumen zu erreichen. Das gefällt.

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Auch Display und Schriftschärfe sind gar nicht so schlecht wie erwartet! Meine Mutter hat einen Weltbild „Kindle“ – das Ding ist ganz schön billig verarbeitet! Klappert und das Display ist superpixelig. Was beide Geräte vereint ist die meiner Meinung nach „billig“ wirkende Transition zwischen den Seiten! Das sieht nicht gut aus, wie die Buchstaben wechseln. Für eine kurze Zeit frisst die Schrift dabei ganz doof weg, teilweise flimmert es. Wirkt irgendwie nicht ästhetisch. Mamas Weltbild „Kindle“ sieht aber noch Welten schlimmer aus. Da hab ich jedes Mal das Gefühl der stürzt gleich ab beim blättern… oder fliegt aus der Hand… gegen die Wand… und ich trete drauf. 🙂

Das Anwendungsszenario.

Jetzt saß ich gestern Abend herum, gucke mir den Frankreich – Deutschland Kick an und fragte mich was mach ich nun mit dem Kindle? Praktisch ist es ja, alle Bücher dabei zu haben. Zudem per WLAN Sync (also mit Homespot aufm iPhone überall) schnell ein neues Buch gekauft werden kann. Aber brauche ich echt noch ein Gerät? Irgendwann kann ich dann auch wieder anfangen Bücher und Hefte mit mir herumzuschleppen, wenn MacBook, iPad, iPhone UND Kindle meine Tasche füllen…

Meine Frau war auch nicht wirklich begeistert. Klar würden wir uns „dran gewöhnen“ aber will man das nur weil man als Mensch Leidens- und Gewöhnungsfähig ist?

Apple hat uns so wunderbar gezeigt, wie sich die Technik den Bedürfnissen anpasst. Und ich soll mich jetzt wieder der Technik anpassen? Ich vermisse sehr stark das ich nicht mit dem Finger auf das tippen kann was ich gerade haben will. Der @SebastianFranz hatte da sehr Recht! Der Mama-ich-will-das-haben-Effekt fehlt. Sowohl auf dem Kindle bei der Bedienung als auch, wenn ich dieses kleine gummierte Ding in Händen halte und mir etwas im Store aussuchen will oder einfach durch das Gerät navigiere. Diese Cursortasten sind schon arg 90er!

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Und dann ging ich meine Anwendungsfälle durch:

1.) In der Bahn (HH->B, ihr erinnert): klein, leicht, viele Bücher, WLAN Sync auch im Hotel oder in der Agentur oder Bahnhof oder iPhone irgendwo. Check! Noch ein Gerät dabei? Uncheck!

2.) Zuhause, Abends, im Bett: klein, leicht, WLAN. Check. Und dann wusste ich welches DAS KILLERFEATURE für mich ist: Hintergrundbeleuchtung!!! Gesucht und leider nicht gefunden! 😦

„Lesen wie auf echtem Papier – sogar in hellem Sonnenlicht“ (amazon.de) aber von Dunkelheit oder schlechtem Licht steht da nichts!

Das war es dann wohl.
Nix geht mehr.

Danke @amazon für dieses Schnuckelige Angebot am Superbowl-Abend und Folgetag. Ich bin mir sicher ihr habt bei der Social Media Dichte an dem Abend und am darauffolgenden Tag eine ordentliche Bestellqoute gehabt. Meins wird leider eine Retoure.

Ich werds jetzt mal mit der Kindle-App und dem iBook auf dem iPad versuchen. Da kann ich touchen und hab Licht. Zudem nicht noch ein weiteres Gerät – und fürs iPad hab ich dann auch ein Ladegerät. Bei Amazon kostet dieses nämlich zusätzliche 19,99€!

Ich hab grad noch einmal geschaut, für mich wäre dann wohl eher der Kindle Paperwhite geeignet. Mit Touch und Hintergrundbeleuchtung für 129,- immerhin 200€ weniger als das iPad Mini… ich werd’s mal beobachten.

Und Euch berichten.

Was sind Eure Erfahrungen mit dem Kindle?

Seid ihr total glücklich? Oder habt ihr Euch der Technik angepasst?

(Alle eingebetteten Links sind affiliate-frei!)

UPDATE:

Nach Sebastians tollem Kommentar (danke noch einmal dafür!!) habe ich dem Kindle noch zwei Wochen Extrazeit zur Gegenseitigen Eingewöhung gegeben… und es dann zurückgeschickt. Alle bereits formulierten Punkte haben sich für mich bestätigt und das Killerargument war am Ende tatsächlich das fehlende Licht.

Seit kurzem gibt es jetzt diesen total hässlichen Tolino, z.B. bei Weltbild.de der hat für <100€ WLAN, Cloud und Licht an Bord – könnte ne Alternative sein… wenns nicht so schlecht designed wäre!

Was mir aus Marketingsicht noch zum Kinlde-Kauf aufgefallen ist, wäre der Tipp an alle Händler im Verkaufspreis auf jeden Fall einen Gutschein für ein Buch nach Wahl mitzuliefern! Da hab ich mich echt schwer getan, X Euro auszugeben, nur um es mal auszuprobieren! Wenn ich ein „gutes“ Buch gehabt hätte und wirklich mal 400 Seiten darauf gelesen hätte, wäre die Chance evtl. höher für eine Gewöhnung gewesen!